Selbstbesinnung auf die eigenen Stärken

SZ Lokalteil Homburg, 24. Januar 2005

Hunderte Besucher kamen am vergangenen Samstag zum Tag der offenen Tür ins Homburger Saarpfalz-Gymnasium

Der Erweiterungsbau war am Samstag einer der Hauptanziehungspunkte beim Tag der offenen Tür am Saarpfalz-Gymnasium. Das zweigeschossige Gebäude wird seit Beginn des Schuljahres genutzt.

Homburg. Die Aula sei "wie jedes Jahr gesteckt voll" gewesen, erzählte der Schulleiter des Saarpfalz-Gymnasiums (SPG), Jürgen Helwig. An die 400 Besucher nahmen am vergangenen Samstag an der Eröffnungsveranstaltung zum Tag der offenen Tür teil. Es waren Eltern und Schüler der vierten Grundschulklassen, die gemeinsam darüber entscheiden müssen, welches Gymnasium die Kinder ab dem kommenden Schuljahr besuchen sollen. Sie nahmen an Führungen durch die Schule teil, besuchten Probeunterricht und Veranstaltungen verschiedener Arbeitsgemeinschaften.

 Ein solcher Tag biete zum einen die Möglichkeit zur "Selbstbesinnung auf die eigenen Stärken", meinte Helwig. Zum anderen sei er eine Entscheidungshilfe für Eltern und zukünftige Schüler: "Sie lernen Lehrer, Schüler und das Klima der Schule kennen."

Der Erweiterungsbau war einer der Hauptanziehungspunkte für die Besucher des SPG. Das zweigeschossige Gebäude wird seit Beginn des Schuljahres genutzt. Eine Cafeteria mit Essensausgabe, ein Nachmittagsraum und die Mediothek ermöglichen das Angebot der Mittagsverpflegung und Nachmittagsbetreuung. Klassenräume im Obergeschoss erweitern die räumliche Kapazität des Gymnasiums. Während des Tages der offenen Tür konnten die Gäste im Neubau nicht nur schauen, sondern auch probieren: Zum Mittagessen hatten sie die Wahl zwischen Pizza und Erbsensuppe.

Zu Beginn des Informationsvormittags hatte Schulleiter Helwig die Schule vorgestellt und über spezielle Angebote, wie Mittagstisch und Nachmittagsbetreuung, berichtet sowie das Schulprofil vorgestellt. Dieses Profil sei geprägt von der in Homburg einmaligen Ausrichtung auf moderne Fremdsprachen. Alle Schüler beginnen am SPG in der fünften Klasse mit Französisch, lernen ab Klasse sechs Englisch und können sich ab der achten Klasse für Spanisch entscheiden. Wegen geringer Nachfrage wird in dieser Jahrgangsstufe kein Lateinunterricht mehr angeboten. Der Lateinzweig wurde als Angebot auf die zehnte Klasse verschoben. Neben der Ausrichtung auf Fremdsprachen besteht am SPG die Möglichkeit, sich für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Zweig oder für den Schwerpunkt Informatik zu entscheiden. Wie Helwig erläuterte, ist das Schulprofil von einer besonderen sozialen Komponente geprägt, die sich vor allem in einem Betreuungskonzept für die ersten Jahrgangsstufen zeigt. "Ältere Schüler übernehmen Patenschaften für die Eingangsstufe. Sie betreuen Arbeitsgemeinschaften für jüngere Schüler und helfen als Mediatoren bei Konfliktlösungen", erklärte Helwig. Eva Maske nutzte den Tag der offenen Tür, weil sie für ihre zehnjährige Tochter Annika die richtige weiterführende Schule sucht. Sie betonte: "Am Saarpfalz-Gymnasium gefällt mir besonders gut, wie man sich hier um die Schüler der fünften Klasse kümmert." Und Barbara Welsch, Mutter der neunjährigen Corinna, gefällt es, dass Schüler sich erst ab der achten Klasse entscheiden müssen, welchen Zweig sie wählen wollen: "Es ist positiv, dass den Kindern Zeit gelassen wird." Sie hat den Tag der offenen Tür gerne genutzt, denn: "Man kann sich mit Lehrern und Schülern unterhalten und sich ein objektives Bild von der Schule machen." Die beste Werbung für ihre Schule haben diejenigen Schüler gemacht, die freiwillig an diesem eigentlich schulfreien Samstag zur Schule gekommen sind - Schüler wie die elfjährige Anna Berlich aus der sechsten Klasse. "Die Schule ist toll", versicherte sie. "Wir haben gute, nette Lehrer und einen coolen Neubau." Und noch etwas Tolles hat sie am SPG festgestellt: "Schule ist nicht langweilig." cros

Auf einen Blick
Zu Beginn des Schuljahres wurde der Neubau der Schule in Betrieb genommen Hier wird für alle Schüler wird die Möglichkeit angeboten, für drei Euro pro Essen an der Mittagsverpflegung teilzunehmen. Jüngeren Schülern der Jahrgangsstufen fünf bis sieben bietet die Schule in Zusammenarbeit mit der Arbeiterwohlfahrt für derzeit 60 Euro pro Monat eine regelmäßige Nachmittagsbetreuung bis 16 Uhr an. cros

Gruppen: