Auch nach 50 Jahren ein dickes Lob für die Lehrer

 SZ vom 7. Mai 2007

Abiturjahrgang 1957 des Saarpfalz-Gymnasiums traf sich an alter Stelle wieder - Auch Ex-OB Reiner Ulmcke war dabei
Ein Oberbürgermeister, ein Bürgermeister und ein bekannter Strafverteidiger: der Abiturjahrgang 1957 des Saarpfalz-Gymnasiums hatte es in sich. Jetzt traf sich die Gruppe wieder. Die Lehrer hätten damals gute Arbeit geleistet, meinen die Schüler.

Homburg. Es dauert einige Zeit, bis jeder der Herren seinen Platz auf der Treppe des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums gefunden hatte, aber dann standen sie so, wie sie vor 50 Jahren standen, als ihr Abiturfoto gemacht worden war.

Der Abiturjahrgang 1957 des Saarpfalz-Gymnasiums traf sich
in der alten Homburger Schule. Foto: Bernhard Reichhart

Das Foto, das am vergangenen Freitag anlässlich des Abiturjubiläums gemacht wurde, unterschied sich natürlich gewaltig von dem Erinnerungsfoto aus dem Jahr 1957. Die damaligen Abiturienten sind älter geworden, und ihre Reihen haben sich gelichtet. 21 junge Leute haben damals Abitur gemacht, heute schauen nur 15 in die Kamera. Einer von ihnen ist Reiner Ulmcke, Alt-Oberbürgermeister und Ehrenbürger der Stadt Homburg. Er erklärt unserer Zeitung: "Vier aus unserer Klasse leben nicht mehr, und zwei konnten nicht kommen." Gekommen waren 15 Freunde, die sich auch nach einem halben Jahrhundert ihrer Schule - sie hieß damals "Staatliches Knaben-Realgymnasium" - verbunden fühlen.

Forderung an Politik

"Ich habe einen Termin in Dresden abgesagt, denn dieses Treffen lasse ich mir nicht nehmen", betonte Professor Egon Müller, Strafverteidiger aus Saarbrücken, und brach eine Lanze für die Lehrer, diejenigen von damals und die von heute: "Diese Klasse hatte klasse Lehrer. Ein Lehrer ist eine unglaublich wichtige Figur."

Deshalb sei die Politik gefordert, Lehrern konsequent und wirkungsvoll die Bedeutung zukommen zu lassen, die dieser Wichtigkeit entspreche. Jürgen Helwig, Schulleiter des Saarpfalz-Gymnasiums, begrüßte diese Bewertung als "Forderung nach einem höheren Stellenwert der Lehrer in der Gesellschaft".

Einer kam aus Italien

Den weitesten Weg hatte Gustav Herber zurückgelegt: Er lebt seit 40 Jahren in Italien ("der Liebe wegen") und kam aus Rimini: "Vor allem, um meinen Banknachbarn Egon wiederzusehen." Auch Herber hatte über seine Lehrer nur Gutes zu berichten: "Sie waren streng, aber human." Und sie haben ihre Schüler gut auf ein erfolgreiches Leben vorbereitet.

Zum Jubiläumsfoto hatten sich versammelt: sechs Juristen, darunter der Alt-Oberbürgermeister von Homburg und der frühere Bürgermeister von Bexbach, Lothar Weber, zwei Ingenieure, zwei Lehrer, ein Chemiker, ein Mediziner und ein Mathematiker, der bei der EU in Luxemburg beschäftigt war, ein Kaufmann und ein Apotheker. cros

 

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