Jobs vom Banker bis zur Hebamme

Von SZ-Mitarbeiter Daniel Heintz; SZ vom 12.05.2007

Das Saarpfalz-Gymnasium hatte Vertreter zahlreicher Berufe zur Veranstaltung "Meine Zukunft?!" eingeladen, damit die Schüler sie über deren Jobs und die Anforderungen dafür befragen konnten.

Homburg. Mal einen echten Chefarzt interviewen, einen Direktor einer Bundesbank-Filiale kennen lernen, Offiziere der Bundeswehr befragen oder dem Chef eine Kirchenkreises Fragen stellen. Möglich machte dies die Veranstaltung "Meine Zukunft?!" des Saarpfalz-Gymnasiums in Homburg in Zusammenarbeit mit dem Rotary Club Homburg-Zweibrücken (wir berichteten).

Die Schülerinnen und Schüler der Zehner- und Zwölferklassen hatten Gelegenheit, Vertreter aus verschiedenen Berufsfeldern, Institutionen, Behörden und Firmen im Vortrag und später im Gespräch zu erleben - und natürlich Fragen zu stellen, die für die berufliche Zukunft relevant sind.

Physiotherapeut Michael Müller berät Marie Schorer und
Charlotte Anslinger. Foto: Daniel Heintz

"Legt eure Scheu ab, stellt eure Fragen, das ist eine gute Chance", riefen Schulleiter Jürgen Helwig und Rotary-Club-Präsident Armin Weber vom Rednerpult in der Aula den Jugendlichen zu. "Diese Informationen heute berühren unmittelbar eure Zukunft", betonte Schulleiter Helwig in seiner Begrüßungsansprache. Professor Tim Pohlemann vom Uni-Klinikum Homburg und Privat-Dozent Dieter Birk, Chefarzt des Evangelischen Krankenhauses Zweibrücken, erklärten vor Ort, wie man Schrauben und Implantate bei Operationen einsetzt und wie die Teile aussehen und funktionieren. Bundeswehroffiziere stellten die Soldaten-Laufbahn vor. Der Dekan des Kirchenkreises Zweibrücken im Ruhestand, Pfarrer Dieter Oberkircher, stand denen zur Verfügung, die sich für einen kirchlichen Beruf interessieren. Messtechnik-Studenten aus Saarbrücken, ein Oberstaatsanwalt, Banker der Bundesbank, Marketing-Manager und Physiotherapeuten standen ebenfalls zur Verfügung.

"Ein tolles Angebot, mich haben vor allem die Gesundheitsberufe interessiert", berichtete Charlotte Anslinger, (17), die mit ihrer Freundin Marie Schorer zum Beispiel bei Physiotherapeut Michael Müller aus Pirmasens anhielt, um sich über die krankengymnastische Arbeit zu informieren. "Viele sehr interessierte junge Leute, die auch viele interessante Fragen stellen", meinte Michael Müller im Anschluss an die Veranstaltung. Nadine Sutor, (19), und Jasmin König, (17), schauten sich in Sachen Grund- und Hauptschullehrer-Studium um, schließlich waren Vertreter der Universität Koblenz-Landau gekommen, die auf diesen Studiengang spezialisiert sind. "Ich habe viel Neues erfahren. Interessant war aber auch das Gespräch mit einer Hebamme, die mich angesprochen hat", erzählte Jasmin König am Rande der Jobbörse.

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