Wolfram Wesch geht von Bord
Quelle: Saarbrücker Zeitung
Studiendirektor verlässt nach das 34 Jahren Saarpfalz-Gymnasium
Er begann 1973 als Lehrer am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg und blieb dort bis zu diesem Jahr. Jetzt geht Studiendirektor Wolfram Wesch in den Ruhestand und wurde am Freitag feierlich verabschiedet.
Wolfram Wesch (rechts) mit Schulleiter
Jürgen Helwig (links). Mitte: Werner
Rübel, stellvertretender Schulleiter.
Foto: Bernhard Reichhart
Homburg. Mit Studiendirektor Wolfram Wesch wurde am Freitag eine „Ikone“ am Saarpfalz-Gymnasium (SPG) offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Der aus Neunkirchen stammende Lehrer für Erdkunde und Biologie war seit seinem Eintritt in den Schuldienst 1973 insgesamt 34 Jahre lang am Homburger Gymnasium tätig. Im Kreise seiner Kollegen sowie Vertretern benachbarter Schulen würdigte Schulleiter Jürgen Helwig den schulischen Lebenslauf sowie die Verdienste des Lehrers. So habe sich Wesch nach zweijährigem Militärdienst nicht sofort für ein Lehramtsstudium entschieden, sondern zuerst einige Semester Architektur studiert. Von dieser praktischen Erfahrung habe das Saarpfalz-Gymnasium stets profitiert. Wesch habe sich für die Planung und den Baufortschritt des Neubaues eingesetzt sowie immer handwerklich bei Theaterkulissen und der Mediensammlung zugepackt. Von Anfang sei Wesch wegen „seines mehrfach bewiesenen ehrlichen Wesens“ Vertrauenslehrer zu den Schülern gewesen, zitierte Helwig den ehemaligen Schulleiter Alfons Seiler. Darüberhinaus war Wesch Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Hausaufgaben im Fach Biologie“ für die Oberstufe und wurde 1988 zum Abteilungsleiter Oberstufe ernannt. Seit 1990 wirkte er als Juror beim Wettbewerb „Schüler experimentieren“ mit und wurde zum Vorsitzenden der Auswahlkommission für die Abituraufgaben berufen.
Im Rahmen der Austauschprogramme mit Polen, England und Frankreich, bei Lehrfahrten und Schullandheim-Aufenthalten war Wesch immer auf Achse. „Es ist nur ein äußerer Abschied, der innere Abschied von meiner Schule ist noch nicht vollzogen“, betonte Wesch. Er habe den richtigen Beruf gewählt, meinte er rückblickend. Über 1000 Abiturientinnen und Abiturienten habe er zur Reifeprüfung verholfen.
Vor allem der Kontakt zu den jungen Menschen würde ihm fehlen, fügte er mit Bedauern hinzu. In seinem Ruhestand will sich der bald 65-Jährige, der jetzt erst einmal Urlaub in seinem Lieblingsziel Südfrankreich macht, Haus und Garten widmen, seine umfangreiche Foto- und Diasammlungen ordnen und sich weiterhin sportlich mit Tennis fit halten. re



