SPG-Schüler in Georgien
Seit etwa 1800 siedelten in der russischen Provinz Grusinien, dem heutigen Georgien, in bedeutendem Umfang deutsche Kolonisten, bis sie 1942 von Stalin gewaltsam deportiert wurden. So auch in Marienfeld, heute Sartitschala, 30 km östlich von Tiflis. Der Friedhof ist eines von vielen Zeugnissen dieser Besiedlung. Die Grabsteine sind im Laufe der Zeit zugewachsen, von Gesträuch überwuchert, das Gelände ist verwildert.
Wir als Deutsche können zu einem würdigen Gedenken und einer Aufarbeitung der Vergangenheit beitragen. Die deutsche Botschaft in Georgien ist daher an Frau Hummel und den Bischof Herrn Kiderlen von der evangelischen Gemeinde in Tiflis herangetreten, um den deutschen Friedhof Marienfeld im Rahmen eines Jugendprojekts instand zu setzen. Dies soll nun mit unserer Reise vom 10.10. bis 20.10.2009 geschehen.
Unsere Gruppe besteht aus acht Mädchen und Jungen mit drei landeserfahrenen Begleitern, Frau Simone Lukas, Schulleiter Dr. Jürgen Helwig und Frau Gisela Helwig-Meier. Wir nehmen unsere Unterkunft in Tiflis und werden täglich gemeinsam mit den georgischen Jugendlichen mit dem Bus an die Arbeitsstätte gebracht. Es gilt, den Friedhof wieder herzurichten. Die Betreuung vor Ort erfolgt durch die deutsche Botschaft und die evangelische Gemeinde in Tiflis.
Obwohl der Schwerpunkt des Besuchs auf der gemeinsamen Arbeit liegen soll, werden unsere Jugendlichen auch das Land und die Lebensbedingungen kennen lernen.
Auch der Besuch einer georgischen Schule mit Deutschunterricht steht auf dem Programm, bei dem sich die Schüler über die verschiedenen Kulturen, das Schulwesen und den Lebensalltag, sowie über die saarländisch-georgische Partnerschaft austauschen werden.
Schüler und Lehrer des SPG haben Materialien für den Schulbedarf gespendet, die wir überbringen.
Veranstalter: Protestantische Jugendzentrale Homburg mit Bundes-Mitteln der KJP
Weitere Unterstützer:
Staatskanzlei, Kultusministerium, Lions Club Homburg-Saarpfalz, Kreissparkasse Saarpfalz



