Die Gastfreundschaft beeindruckte

Saarbrücker Zeitung vom 13.11.2009

Projekt des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums Gruppe des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums absolvierte Arbeitseinsatz in Georgien

Tief beeindruckt von Land und Leuten in Georgien zeigten sich Schülerinnen und Schüler des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums. Sie waren für 14 Tage dorthin gereist, um einen deutschen Friedhof in Sartitschala in Ordnung zu bringen.

 

 

Homburg/Tiflis. "Auf dem Friedhof steht heute einiges an. Wir müssen die späteren Beete mit Erde aufschütten und der Schutt sowie die Laubabfälle werden heute abgeholt. Das Beladen des Lasters nimmt fast zwei Stunden in Anspruch, denn der Laubberg will einfach nicht kleiner werden, egal, wie viele Leute mit anpacken. Als endlich Mittagspause ist, sind wir alle fix und fertig." Lisa Harth, eine der Schülerinnen des Georgien-Working Projects des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums, lässt mit diesen Zeilen aus ihrem Reisebericht mehr als erahnen, dass die 14 Tage Hilfseinsatz in Georgien alles andere als eine Urlaubsreise waren.

Zwei Wochen lang ging es für die Schülerinnen und Schüler, finanziell unterstützt durch die saarländische Staatskanzlei, das saarländische Kultusministerium, den Lionsclub Homburg-Saarpfalz und die saarpfälzische Kreissparkasse, darum, den deutschen Friedhof im georgischen Sartitschala, dem ehemaligen Marienfeld, zu renovieren.

Mit einigem zeitlichen Abstand zum Projekt und einige Tage nach der Rückkehr aus dem Kaukasus ordnen die Schülerinnen und Schüler ihre Erfahrungen durchweg positiv ein, fragt man sie nach ihren Eindrücken, so kann man in den Antworten viel Begeisterung hören. So auch bei Marvin Müller: "Meine Erwartungen sind, im positiven Sinne, nicht erfüllt worden. Georgien war gar nicht so rückständig, wie wir gedacht haben, sondern es hatte in Teilen schon deutschen Standard. Lediglich der Kontrast zwischen Arm und Reich ist sehr deutlich." Auch Marvins Freund Jacob Steitz zeigt sich sichtlich angetan. "Es war ein super Erlebnis, einfach mal etwas ganz anderes zu sehen." Deutlich haben sich aber auch bei ihm die unterschiedlichen Eindrücke zwischen moderner Stadt und eher ärmlichem Land ins Bewusstsein eingeprägt.

Auch für Lisa Harth, die Autorin des Reiseberichtes, decken sich Erwartungshaltung und Realität nicht wirklich. "Man hat natürlich versucht, sich die Mentalität der Leute auszumalen. Im Endeffekt war dann aber alles ganz anders. Die Menschen dort waren sehr aufgeschlossen und sind direkt auf einen zu gekommen." Überrascht zeigt sich Lisa von den durchweg guten Deutschkenntnissen der Georgier. Davon zeigte sich auch Sabrina Müsel angetan. "Das hat mich auch sehr überrascht. Das Deutsch als Sprache dort so gefördert wird, finde ich richtig toll." Sabrina ist sich sicher: "Die dort gemachten Erfahrungen werden mich ein Leben lang begleiten."

Für Anna Berlich ist es vor allem die große Gastfreundschaft der Georgier, die sie beeindruckt. "Es geht dort ganz anders zu als bei uns.

Wir sind in Georgien herzlich empfangen worden und die Menschen haben sich einfach gefreut, dass wir da waren und mit angepackt haben. Das hat mich sehr beeindruckt und positiv überrascht. Es war eine schöne Zeit, eine tolle Erfahrung. Und ich glaube, wir würden es auf jeden Fall direkt wieder machen."

 

In den 14 Tagen Hilfseinsatz in Georgien hieß es für die Schülerinnen und Schülerdes Saarpfalz-Gymnasiums nicht selten: Richtig hart anpacken.