Von E-Coli, Hefe und Enzymen
Reges Interesse an der HTW, Schüler versuchen sich als „Biologen auf Probe“
Im Rahmen der Projektwoche vom 29.06. – 01.07.2010, bot Frau Blaser-Kausch auch im vergangenen Jahr in freundlicher Zusammenarbeit mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Saarbrücken, ein Biologie-Projekt an, das sich insbesondere mit Mikroorganismen und bakteriellen Vorgängen beschäftigt. Insgesamt nahmen an diesem Projekt zwölf Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse teil, durften dabei Profis über die Schulter sehen, selbst Versuche vorbereiten sowie durchführen und dabei echte Laborluft, die übrigens mit einer Temperatur von über 30°C sehr heiß und stickig ist, schnuppern.
Das Projekt war so aufgebaut, dass die Schüler zunächst von vier Studenten der HTW in die Grundkenntnisse der Laborarbeit eingewiesen wurden und sich dann jeweils in einer Gruppe von zwei bis drei Schülern mit einem bestimmten Thema näher befassten. Auch dabei übernahmen die freundlichen Studenten die Leitung und die Betreuung des Projekts.
Larissa Göltzer, Svenja Gönner und ich selbst, wir beschäftigten uns mit den Abklatschproben verschiedener Oberflächen, prüften die Reaktionen von Bakterien auf Antibiotika und verschieden Säuren und erzeugten mit Hilfe von Michsäurebakterien eigenen Joghurt.
Das Team Fabian Becker und Moritz Lang hat mit Hilfe eines Bioreaktors Hefe hergestellt und dabei logarithmische Wachstumskurven und Lebenskeimzahlmessungen erstellt.
Carina Oberneßer, Anna-Maria Dreesch und Nadine Reuter beschäftigten sich speziell mit dem Geobacillus stearothermophilus und untersuchten dessen Wachstumskurve.
Ziel von Denise Marx, Fabienne Müller und Anselm Bellia war es, verschiedene Reaktionen von Enzymen durchzuführen und deren Wirkung zu beobachten, um sie graphisch darzustellen.
Dass Laborarbeit allerdings nicht nur Arbeit über dem Bunsenbrenner bedeutet, sondern noch dazu lecker sein kann, zeigte der letzte Tag, an dem man „selbst angebauten“ Joghurt und eigenproduzierte Hefe in Form von Brötchen genoss.
Die allgemeine Nachfrage, wie das Projekt bei den Schülern angekommen ist, fiel trotz der langen, arbeitsreichen Nachmittage recht positiv aus: „Meiner Meinung nach war das Bioprojekt recht gelungen. Der erste Tag war ziemlich interessant. Man wurde in die Mikrobiologie eingeführt und konnte erste Eindrücke gewinnen. Außerdem durften wir ziemlich viel helfen“, so Carina Oberneßer und Svenja Gönner betonte, dass auch sie das Projekt ziemlich interessant allerdings auch anstrengend fand. „Trotz der Länge und dem Umfang der Arbeitszeit würde ich es aber nochmal machen.“
Über die langen Arbeitszeiten haben sich übrigens viele der teilgenommenen Schüler beklagt. So auch Fabian Becker, der aber trotz allem viel Spaß an der Arbeit hatte und sogar verrät, dass er sich eine solche Arbeit im Labor, egal ob im chemischen oder biologischen Bereich, sehr gut als weiteren Berufsweg vorstellen kann.
Allgemein stellt man fest, dass eigentlich jeder, der Teilnehmer etwas Interessantes in diesen drei Tagen erlebt hat und es trotz des -für ein Projekt im Rahmen der Projektwoche- langen Arbeitsaufwandes, nicht bereut. Angesichts dieser Bilanz lässt sich mit großer Wahrscheinlichkeit sagen, dass Frau Blaser-Kausch auch in den kommenden Jahren naturwissenschaftlich interessierten Schülern die Möglichkeit bieten wird, praktische Erfahrungen im Fachbereich Mikroorganismus zu sammeln.
Zum Abschluss möchte ich mich hier persönlich –natürlich im Namen aller Teilnehmerinnen und Teilnehmer- ganz herzlich bei Herrn Rospert bedanken, der durch das zur Verfügung gestellte Labor, die Materialien, die Zeit und natürlich durch die Bemühungen und die fachkompetente Betreuung, dieses Projekt in diesem Umfang erst möglich gemacht hatte.
Jasmin Mannschatz



