Gymnasiasten lassen Spendenkasse klingeln
Obwohl weniger Schüler als im Vorjahr unterwegs waren, gab es mehr Geld
Weit mehr als 9000 Euro sammelten die Schüler des Saapfalz-Gymnasiums bei ihrem dritten Spendenlauf. Das Geld, das die Schüler pro gelaufenem Kilometer sammelten, kommen drei Projekten zugute: einem Kinderheim mit integrierter Schule in Bolivien, der Jugendbegegnung des Gymnasiums mit Georgien – und in den eigenen Schulhof.
Von SZ-Mitarbeiter Michael Schneider
Glück gehabt: Die Schüler spulten ihr Pensum beim Spendenlauf bei heiterem, teilweise sogar sonnigem Wetter ab. Tags zuvor schüttete es noch wie aus Kübeln. Foto: smi
Homburg. Zum dritten Mal startete der Spendenlauf des Saarpfalz-Gymnasiums für einen guten Zweck. Wie in den Vorjahren stand die große Gemeinschaftsaktion unter dem Motto „Das SPG läuft“ und fand im Rahmen der Aktion „Schule ohne Rassismus“ statt.
9440 Euro wurden nach Eintreffen der letzten Läufer in der Spendenkasse gezählt. Für Pfarrer Axel Schmitt ein sehr gutes Ergebnis. Es übertraf das vom letzten Spendenlauf, obwohl in diesem Jahr weniger junge Leute auf die Strecke gegangen waren.
Erleichtert blickten am Morgen des großen Tages Schulleiter Jürgen Helwig, Organisatorin Margit Reckenwald, ebenso die Schülerinnen und Schüler zum Himmel. Tags zuvor hatte es noch anhaltend geregnet, aber zum Spendenlauf gab es dann doch noch akzeptables Wetter.
Zum Start aufgerufen waren alle Klassen bis zur Stufe Zehn, außerdem die Elfer-Kurse der Oberstufe.
Die Schülerinnen und Schüler der einzelnen Klassen durften einen Sponsor auswählen, der pro gelaufenen Kilometer einen festgelegten Betrag zahlt.
Vom Hof des Gymnasiums führte die markierte Strecke über die Kraepelinstraße und den Rabenhorst nach Kirrberg, von dort über einen Waldweg zurück zur Schule.
Die jungen Läuferinnen und Läufer starteten zeitversetzt, damit alle 700 Schülerinnen und Schüler gleiche Laufbedingungen hatten und auch klassenweise wieder ins Ziel kamen.
Eine einzelne Runde umfasste eine Distanz von fünf Kilometern, eine Runde war das Minimum, wer wollte, konnte eine weitere oder gar noch mehr dranhängen. Die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer gingen mit gutem Beispiel voran und absolvierten den Spendenlauf natürlich mit. Wer von den Pädagogen keine Klasse hatte, wurde sozusagen als „Streckenposten“ oder an Start und Ziel eingesetzt. Für den Fall der Falle stand die Sanitätsgruppe der Schule in Bereitschaft.
Axel Schmitt, bei dem die Fäden des Spendenlaufs zusammen liefen, will das erlaufene Geld so schnell wie möglich an die Empfänger weiter leiten.
In diesem Jahr machten sich die Leute vom Spendenlauf für drei Ziele stark: zum Einen war dies das Hilfsprojekt „Escuelita Coochabamba“ in Bolivien. Dort gibt es ein Kinderheim mit integrierter Schule, das Spenden für seine Arbeit gut gebrauchen kann.
Als zweites Ziel wurde die Schule selbst genannt. Für den Schulhof sollen Spielgeräte und weitere Sitzmöglichkeiten angeschafft werden.
Dritter Empfänger von Spendengeldern ist die internationale Jugendbegegnung des Saarpfalz-Gymnasiums mit Georgien.
Die Kinder und jungen Leute hatten sich vor dem Tag des Spendenlaufs ausführlich über die Empfänger der Gelder und die jeweiligen Vorhaben informiert.
- aus der Saarbrücker Zeitung vom 24.06.2011 -



