Computerspiele im Kinderzimmer

Vortragsreihe am 4.2. und 5.2.2010 am Saarpfalz-Gymnasium

Dr. Christoph Krick (Neuroradiologie, UNI-Klinik Homburg) wird am 4. Februar 2010 im Rahmen eines Vortrags am Saarpfalz-Gymnasium den Stand der Forschung darstellen (19:00 Uhr, Aula)

Aufklärungsunterricht am 5. Februar 2010 für die Klassen 5 und 6

Quelle: Dr. Christoph Krick, UNI-Klinik Homburg

Thema: Computerspiele im Kinderzimmer

Lustiger Zeitvertreib oder gefährliche Invasoren?

 

Computer oder Spielekonsolen haben längst einen Platz im Alltag der Jugendlichen eingenommen. Sie haben sich binnen weniger Jahrzehnte ins Spielverhalten der jüngeren Generation etabliert. Viele Erwachsene stehen insbesondere der neuen Generation besonders attraktiver Spiele in der virtuellen Welt sehr skeptisch gegenüber. Es gibt aufgrund der rasanten Entwicklung auf diesem Markt noch wenig stichhaltige Erkenntnisse über langfristige Konsequenzen einer Nutzung von PC- und Online-Spielen. Oftmals sind auch Eltern bei der Entscheidung überfordert, welches Spiel in welchem Umfang für welches Alter der Kinder akzeptabel ist. Paradoxerweise werden die Empfehlungen der FSK häufig von den Jugendlichen selbst als Maß für den Spaßlevel interpretiert.

 

Das Computerspielen und die dafür investierte Zeit sind geschlechtsspezifisch hin zu den Jungs verschoben. In den letzten Jahren stieg die zeitliche Nutzung von PC-Spielen, besonders mit dem Siegeszug der Online-Spiele, stark an. Gleichzeitig wurde eine Verschiebung im Geschlechterverhältnis bei den Abiturienten zu Ungunsten der Jungs beobachtet. Zusammenhänge zwischen beiden Phänomenen werden zurzeit diskutiert.

 

Dr. Christoph Krick wird am 4. Februar 2010 im Rahmen eines Vortrags am Saarpfalz-Gymnasium den Stand der Forschung darstellen. Insbesondere soll herausgestellt werden, wie und warum Computerspiele so starke Anziehungskraft haben. Danach wird den Informatiklehrern und den Gästen über einen vernünftigen Umgang mit den multimedialen Spielzeugen diskutiert werden. Wie sollte man sich als Eltern verhalten? – Verbote wirken wie ungerechtfertigte Abstrafung, weil die PC-Spiele mittlerweile zum Kulturgut der jüngeren Generation geworden sind. Ebenso falsch erscheint aber ein „Weiter-so“ im laxen Umgang mit Computerspielen. Was sind gangbare Wege? – Was können Eltern, Schulen und Wissenschaft gemeinschaftlich unternehmen, um den Jugendlichen eine geeignete Aufklärung bezüglich der Gefahren des PC- und Online-Spiels zu vermitteln? – Ist es denkbar, in diesem Zusammenhang den Jugendlichen eine Selbstkontrolle über die Basis einer vernünftigen Medienkompetenz zu ermöglichen?

 

Alle Eltern sind recht herzlich eingeladen, an dieser Veranstaltung mitzuwirken.

 

Aber sind die Eltern überhaupt die richtige Zielgruppe? – Am 5. Februar 2010 wird das Saarpfalz-Gymnasium in der Schulzeit einen Aufklärungsunterricht in der Unterstufe anbieten. Im Rahmen dieser schulischen Veranstaltung wird Dr. Christoph Krick zusammen mit den Informatiklehrern Herr Michael Bergau und Herr Axel Wagner die zuvor mit den Eltern beratenen Konzepte kindgerecht vermitteln. Das Saarpfalz-Gymnasium wird in der Folge das Trainieren der Medienkompetenz immer wieder in den Unterricht einfließen lassen. Doch in dieser Thematik sind die Erziehungsberechtigten eine wichtige Säule. Darum ist es auch erforderlich, auch zu Hause die schulische Aufklärungsarbeit immer wieder aufzufrischen. Das Saarpfalz-Gymnasium möchte somit die Eltern in das neue Konzept der Multimedia-Ausbildung einbinden, um eine tragfähige Medienkompetenz der Schüler herauszubilden. Hierbei sind neue Wege gefragt, die zwingend einen Schulterschluss zwischen Schule und Eltern erfordern.

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