Neue Sanitäter im Schuleinsatz
Schüler des Homburger Saarpfalz-Gymnasiums von Malteser Hilfsdienst ausgebildet

Das Homburger Saarpfalz-Gymnasium hat jetzt seine eigenen Einsatzsanitäter. 13 Schülerinnen und Schüler ließen sich beim Malteser Hilfsdienst entsprechend ausbilden. Sie sind bei Notfällen an der Schule jetzt bestens gerüstet, bis zum Eintreffen des Notarztes fachmännisch Erste Hilfe zu leisten.
Von SZ-Mitarbeiter
Bernhard Reichhart
Homburg. Insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen zehn und zwölf am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg dürfen ab sofort als Einsatzsanitäter tätig sein.
„Der Kurs hat persönliches Engagement und Motivation erfordert.“
Dr. Jürgen Neumann, Betriebsarzt bei Bosch
Sie haben im Rahmen eines Kurses mit dem Malteser Hilfsdienst freiwillig an sechs Samstagen insgesamt 68 Ausbildungsstunden mit dem Schwerpunkt einer weiter gehenden Ersten Hilfe absolviert. Schulleiter Jürgen Helwig lobte das „tolle Engagement der zehn Mädchen und drei Jungs, die bei allen Diskussionen um G8 zusätzlich ihre Freizeit geopfert haben, um diesen Kurs zu absolvieren“. Im Zuge des Umbaus des Lehrerzimmers im Saarpfalz-Gymnasium wird ein eigener Raum für den Schulsanitätsdienst eingerichtet, kündigte Helwig an. Zum Abschluss der Ausbildung gab es für die neuen Schulsanitäter Urkunden sowie die entsprechenden Hosen von den Maltesern. Der Schulverein spendete die T-Shirts. „Die Schulsanitäter sollen an ihrem einheitlichen Auftreten erkennbar sein“, betonte Lehrer Michael Wagner, Initiator des im Rahmen eines Arbeitskreises 2000 entstandenen Projektes.
Jeden Tag seien jeweils zwei Sanitäter in der Schule im Einsatz. Darüber hinaus stellte die Firma Bosch einen mit allen wesentlichen Dingen gefüllten Notfallrucksack zur Verfügung, der von Betriebsarzt Dr. Jürgen Neumann übergeben wurde. „Der Kurs hat persönliches Engagement und Motivation erfordert“, lobte Neumann die frisch gebackenen Schulsanitäter. „Unsere Aufgabe als Einsatzsanitäter ist es, bei normalen Verletzungen zunächst einmal Erste Hilfe zu leisten und die Zeit zwischen dem Unfall und dem Eintreffen eines Rettungswagen überbrücken zu helfen“, beschrieb Schülersprecher Maximilian Fuhr als Leiter des Schulsanitätsdienstes den Aufgabenbereich.
Kerstin Recktenwald bezeichnete ihre Teilnahme an dem Kurs als „eine Vertiefung meiner bisherigen Erste-Hilfe-Kenntnisse und als wichtige Grundlage für mein späteres Medizin-Studium“. So seien alle Schulsanitäter jetzt in der Lage, bei normalen Verletzungen sofort Erste Hilfe zu leisten und auch Notärzten helfen zu können, so Recktenwald. „Ich kann allen Schülern nur empfehlen, einen solchen Kurs zu machen“.
Alle zwei Jahre soll in Zukunft am Homburger Saarpfalz-Gymnasium in Klassenstufe zehn ein solcher Kurs zum Einsatzsanitäter stattfinden, der auf den Erste-Hilfe-Kurs in Klassenstufe neun aufbaut, betonte Zwölftklässler Fuhr.



